2026 zur noch besseren Führungskraft

16. Dezember 2025

Die besten Führungskräfte haben eines gemeinsam: Sie sind offen für Kritik und für Impulse, mit denen sie die eigene Arbeit und das eigene Verhalten weiterverbessern können. Wenn auch Sie sich vorgenommen haben, in der Führung noch besser zu werden, sind hier fünf wertvolle Impulse für Sie.

Fünf Quick-Tipps: So werden Sie 2026 zu einer noch besseren Führungskraft

Quick-Tipp 1: Machen Sie 2026 zum Jahr der Offenheit

Manch ein Chef hat Geheimnisse vor seinen Mitarbeitern. Das können eigene oder Pläne und Ziele der Geschäftsleitung sein, von denen das Team nichts wissen soll. Das können interne Zahlen über die Geschäftsentwicklung oder auch bedrohliche Informationen über mögliche Umstrukturierungen im Unternehmen sein, die der Chef seinen Leuten ersparen will. Egal was ist:

Verstecken Sie ab sofort nichts mehr vor Ihren Mitarbeitern (Ausnahme ist natürlich, Sie sind zur Verschwiegenheit verpflichtet). Denn jede Art von Geheimnissen und jedes Zurückhalten von wichtigen Informationen haben unangenehme Schattenseiten:

  • Mitarbeiter spüren instinktiv, wenn ein Kollege oder Vorgesetzter etwas verschweigt. Das führt zu Unsicherheiten, im schlimmsten Fall zum lähmenden Verdacht, dass etwas Schlimmes passieren könnte.
  • Handelt es sich um Zahlen, die als Geschäftsgeheimnis angesehen werden, haben die Mitarbeiter schnell das Gefühl, dass in der Führungsebene „Herrschaftswissen“ gepflegt wird, von dem Sie ausgeschlossen sind.

Mein Tipp für 2026: Verbieten Sie Geheimnisse, wann immer es geht! Machen Sie 2026 zum Jahr der Offenheit. Wenn Mitarbeiter bedingungslos ins Vertrauen gezogen werden, sind sie auch eher bereit, bedingungslos mitzuziehen. Bedenken Sie auch, dass Information am wertvollsten ist, wenn sie fließt: Wer viele Informationen gibt, bekommt auch viele.

Extra-Tipp:

Zunehmend an Bedeutung gewinnen auch die Bindung von älteren Mitarbeitern, die älter sind. Waren die Führungskräfte noch vor einigen Jahren froh darüber, wenn die Alten gegangen sind, sind sie heute oft darauf angewiesen, die älteren Mitarbeiter so lang es geht ans Unternehmen zu binden, weil der Nachwuchs fehlt. Zur Bindung dieser älteren Mitarbeiter gibt es einen entscheidenden Erfolgsfaktor: Setzen Sie ältere Mitarbeiter möglichst genau nach ihren individuellen Stärken ein. Ältere Arbeitnehmer lieben es besonders, genau das zu tun, worin sie am besten sind und wo sie die meisten Erfahrungen haben. Führen Sie ausführliche Gespräche mit Älteren, um das sicherstellen zu können.

Quick-Tipp 2: Zeigen Sie mehr Menschlichkeit

Viele Chefs glauben, Sie müssten laufend entschlossene Stärke zeigen, um Respekt und Autorität bei den Mitarbeitern zu haben. Für Emotionen ist kein Platz. Die Führungskraft bleibt unnahbar. Diese Härte und Unnahbarkeit sind bei Mitarbeitern immer weniger beliebt und akzeptiert. Junge Mitarbeiter sind immer weniger zu begeistern und zu motivieren, wenn sie auf der menschlichen Ebene keinerlei Beziehung zur Führungskraft haben. Warum auch?

Mein Tipp für 2026: Probieren Sie, Ihren Emotionen mehr Lauf zu lassen. Sie brauchen (und sollen) nicht der beste Freund jedes Mitarbeiters werden. Aber wenn Sie sich ehrlich für die persönlichen Interessen, Lebensumstände oder Freuden und Sorgen jedes einzelnen Mitarbeiters interessieren, zeigen Sie noch mehr Wertschätzung. Und das danken die meisten Mitarbeiter nicht nur durch mehr Engagement und Einsatz – das Leben als Führungskraft wird dadurch auch erfüllter und vielfältiger.

Quick-Tipp 3: Schauen Sie in die Köpfe der jungen Leute

Wenn Sie eine Führungsposition erreicht haben oder in naher Zukunft anstreben, zählen Sie vermutlich nicht mehr zu den Jüngsten in Ihrem Unternehmen. Kommt Nachwuchs in Ihr Verkaufsteam, haben Sie es mit den möglicherweise deutlich jüngeren Vertretern einer neuen Generation zu tun. Viele Führungskräfte beobachten zum Beispiel diese Punkte bei jungen Berufsanfängern:

Durch soziale Medien und Messenger-Dienste sind viele junge Leute ununterbrochen in Kontakt mit Freunden und Familie.

Das hat gleichzeitig dazu geführt, dass viele junge Menschen Defizite im direkten persönlichen Kontakt haben – etwa in der persönlichen Gesprächsführung, in der Rücksichtnahme und in anderen Bereichen, die mit emotionaler Intelligenz bezeichnet werden.

Mein Tipp für 2026: Stellen Sie sich darauf ein, dass diese Generation andere Erfahrungen gemacht hat und vielleicht schon ganz anders aufgewachsen ist als Sie. Setzen Sie eigene Kompetenzen im direkten Umgang, die Ihnen als selbstverständlich erscheinen, nicht voraus. Bieten Sie gegebenenfalls Hilfestellung durch Coaching oder Trainings an.

Quick-Tipp 4: Genießen Sie die Veränderung

Die Grundstimmung bei vielen Arbeitnehmern ist von Unsicherheit oder gar Zukunftsängsten geprägt. Grund dafür wahrscheinlich: Die Arbeit, die Unternehmen, die Aufgaben und das Arbeitsumfeld verändern sich schneller und dynamischer als jemals zuvor. Hier liege eine Chance für Sie als Führungskraft!

Mein Tipp für 2026: Machen Sie sich klar, dass laufende Veränderung auch zu laufend neuen Chancen und Möglichkeiten führt. Unsicherheit wird damit nicht zu einer Bedrohung, sondern zu einem Antrieb, der die Arbeit über Jahre und Jahrzehnte spannend macht und vor langweiliger Routine und Erstarrung schützt.

Wenn Sie als Führungskraft die laufende Veränderung genießen, strahlen Sie eine Sicherheit aus, die Mitarbeiter an Führungskräften so schätzen.

Quick-Tipp 5: Suche Sie die Leute, die besser sind als Sie selbst

Es gibt Führungskräfte, die Konkurrenz in den eigenen Reihen fürchten. Deshalb zögert manch einer, die Besten zu fördern, und umgibt sich lieber mit Mitarbeitern, die Leistungen im guten Durchschnitt bringen.

Mein Tipp für 2026: Horchen Sie in sich hinein, ob auch Sie solche Ängste kennen und sich davon leiten lassen (es ist nur allzu menschlich!) Lassen Sie solche Bedenken hinter sich, und versuchen Sie, sich mit den Besten zu umgeben.

Haben Sie keine Scheu davor, Leute in Ihr Team zu holen, denen Sie zutrauen, besser als Sie selbst zu werden. Damit steigern Sie nicht nur die Chance, Ihre Ergebnisse weiter zu verbessern – machen Sie sich auch klar: Ihr Erfolg als Führungskraft wird heute mehr denn je am Erfolg Ihres Teams gemessen.

Sie können dazu sogar noch einen Schritt weiter gehen: Behandeln Sie jeden Mitarbeiter wie eine Führungskraft. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter bei Meetings das Wort führen, Entscheidungen treffen oder Projekte im Unternehmen präsentieren.

Impuls-Liste: Denkanstöße für die Mitarbeiterführung

  • Balance aus Sicherheit und Herausforderung! Geht es in einem Unternehmen sehr ruhig zu und läuft die Arbeit immer in den gleichen Bahnen, droht eine Gefahr: Routine und Langeweile sind die größten Bremsen für jedes Team. Deshalb ist es Ihre Aufgabe als Führungskraft, immer wieder für neue Herausforderungen zu sorgen, erstarrte Routinen zu durchbrechen und spannende neue Aufgaben für Ihr Team zu finden. Idealerweise schaffen Sie dazwischen immer wieder Phasen, in denen es ruhiger zugeht. So entsteht eine Balance, in der die Mitarbeiter wachbleiben ohne auszubrennen.
  • Mehr Selbstbestimmung! Lassen Sie Ihr Team eigene Spielregeln für den Umgang entwickeln. Wenn eine Gruppe sich selbst Regeln für den Umgang miteinander gibt, fördert dies den Teamgeist und Zusammenhalt! Ihr Vorteil: Diese Regeln nehmen Ihre Mitarbeiter sehr erst und werden deren Einhaltung genau überwachen.
  • Begrüßen Sie Konflikte! Überall, wo Menschen zusammenarbeiten, gibt es Konflikte. Gefährlich sind diese aber nur dann, wenn sie nicht geklärt werden. Fördern Sie in Ihrem Team daher eine Kultur, in der Probleme und Ärgernisse offen ausgesprochen und so beseitigt werden können. Dadurch vermeiden Sie, dass sie Gräben bilden, die das ganze Team hemmen können.
  • Individualisieren Sie den Verkaufsprozess: Haben Sie einen Verkaufsprozess definiert, der die üblichen und optimalen Schritte von der Interessentengewinnung bis zum Abschluss beschreibt? Sie können noch einen Schritt weiter gehen: Entwickeln Sie diesen Plan für und gemeinsam mit jedem einzelnen Mitarbeiter Ihres Teams fort und passen Sie ihn auf die jeweiligen besonderen Fähigkeiten und Interessen an.

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